Filmkritik: Winter’s Tale

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Colin Farrell und Jessica Brown Findley in Winter’s Tale. – Foto: Warner/David C. Lee

Als sich Peter Lake (Colin Farrell) um den Häschern des dämonischen Pearly Soames (Russell Crowe) zu entkommen, auf einen schneeweißen Hengst schwingt, ahnt er noch nicht, dass dieser ein Zauberpferd mit magischen Fähigkeiten ist.

Der smarte Ire verdient seinen Lebensunterhalt als Dieb. Bevor er sich aus New York verabschiedet, will er noch einen letzten Einbruch begehen und steigt in das Haus der reichen Beverly Penn (Jessica Brown Findlay) ein. Im Gegensatz zu seinem klugen Pferd, weiß er nicht, dass er damit sein Schicksal besiegelt und seiner Bestimmung folgt. Denn er wird sich buchstäblich unsterblich in die schöne aber todkranke junge Frau verlieben.

Winter’s Tale ist die märchenhafte Fabel um die ewig währende Liebe zwischen Peter und Beverly, die alle Zeiten überdauern kann, auch wenn Pearly das ohnehin todgeweihte Mädchen hinterhältig ermorden lässt, um sich an Peter, den er einst als Waisen aufnahm und ausbildete, zu rächen. Es geht auch um ein Schicksal, das sich erfüllen muss und um den Kampf zwischen Gut und Böse, der die Welt im Gleichgewicht hält.

Akiva Goldsman hat zwar für sein Regiedebüt sehr schöne Bilder gefunden, besonders für die Teile der Geschichte, der Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts angesiedelt sind. Dafür wirken die Szenen, die im New York 2014 spielen, weniger überzeugend. Da sieht Peter seine Geliebte Beverly beispielsweise auf Microfiche-Film, dabei gibt die Mitte der 1980er Jahre erstmals erschienene Romanvorlage die viel plausiblere Variante eines Gemäldes vor. Auch erweist sich Will Smith als das in einem Kellergewölbe hausende personifizierte Böse, als unfreiwillig komisch. Die Schwierigkeit der von Autor Mark Helprin erdachten parallel existierenden Welten, hat Goldsman akzeptabel durch ein leicht mystisch angehauchtes New York umgesetzt.

Obwohl Colin Farrell die Idealbesetzung für den smarten irischen Dieb Peter Lake ist, fehlt der Leinwandadaption leider die Poesie und Phantasie der Romanvorlage, die zum Filmstart erfreulicherweise noch einmal als Taschenbuchausgabe neu aufgelegt wurde.

Winter’s Tale

  • Verleih: Warner
  • Start: 13. Februar 2014
  • Regie: Akiva Goldsman
  • Darsteller: Colin Farrell, Jessica Brown Findlay, Russell Crowe, William Hurt u. a.
  • Buchtipp: Mark Helprin – Wintermärchen (Goldmann 2014)

weitere Infos und Trailer auf der Filmseite: http://wwws.warnerbros.de/winterstale/

Claudia Hötzendorfer

© Claudia Hötzendorfer 2014 – Silent Tongue Productions

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