Interview: Jon Flemming Olsen – „Ich bin nicht so eine Art Mario Barth der Akustikmusik“

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Jon Flemming Olsen startet mit seinem Soloalbum „Immer wieder weiter“ und einer Tour im April durch. Vorab sprach er mit Culture & Spirit über das Ende von Texas Lightning, seine Karriere bei „Dittsche“ und warum er diesmal auf die Elektronik im Studio verzichtet hat.

Wenn man Jon Flemming Olsen heißt, bräuchte man eigentlich keinen Künstlernamen. Trotzdem hat sich der gebürtige Düsseldorfer gleich mehrere Pseudonyme zugelegt.

Am bekanntesten ist er wohl als Ingo in der TV-Sitcom „Dittsche“. Da steht er als Gegenpart von Olli Dittrich seit nunmehr zehn Jahren hinter dem Tresen einer Frittenschmiede. Countrymusic-Fans kennen ihn als „The Flame“, Bandleader des Quintetts Texas Lightning, das mit „No, no never“ einen nationalen Hit landete, mit dem niemand, vor allem nicht Jon und seine Mitstreiter gerechnet hätten.

Der Druck auf die Band und Songschreiber Olsen nachzulegen war enorm. „Es gab nichts, was wir da hinterher hätten schieben können“, erinnert sich der 49-jährige im Gespräch mit Culture & Spirit. Denn bis dato, war „No, no never“ der erste selbst geschriebene Song gewesen. Vorher hatte die Formation einfach nur auf witzige Weise Countrystücke gecovert. Für Flemming Olsen war es dann irgendwann zu viel: „Ich hatte vergessen, was ich eigentlich mal wollte. Ich wusste nicht mehr, was ich mit dieser Band noch erreichen will.“ Er zog die Notbremse, stieg aus und verdiente für eine Weile seine Brötchen als Grafiker, spielte weiter den Imbissbetreiber Ingo in „Dittsche“ und reiste einen Monat lang quer durch die Republik um für sein Buch „In 16 Tagen um die Wurst“ Pommesbuden zu testen. „Ich war schon vorher kein großer Freund des Frittenfetts, danach bin ich auch keiner mehr geworden“, ist sein augenzwinkerndes Recherchefazit.

Doch so ganz konnte er nicht von der Musik lassen. Zusammen mit zwei ehemaligen Texas Lightning Kollegen traf er sich „aus Spaß nach Feierabend“, um wieder Musik zu machen. Im Repertoire waren Coverversionen von bekannten Hits wie „Ballroom Blitz“ von The Sweet oder der Disko-Nummer „Blame it on the Boogie“, die das Trio als Akustikversionen spielte. Nach einem Konzert schlug ein Plattenboss der Gruppe vor, die Songs doch einzudeutschen. „Ich hatte überhaupt keine Karriereambitionen, wollte eigentlich nur ein bisschen Musik machen“, gibt Olsen zu Protokoll. „Aber die Idee hat mich direkt angesprungen.“ Die Klassiker bekamen witzig freche Texte verpasst und aus „Ballroom Blitz“ wurde eine Geschichte um „Karl-Heinz Schmitz“ und „Blame it on the Boogie“ erzählt von „Deine Mutti“.

Insgesamt neun derart bearbeitete Coverversionen haben es zusammen mit fünf eigenen Kompositionen auf Jon Flemming Olsens erstes Soloalbum „Immer wieder weiter“ geschafft, das diese Tage in den Handel kommt. Eine Tour ist für April geplant.

Wie kommt man darauf, ein Stück wie „Ballroom Blitz“ oder „Blame it on the Boggie“ nicht nur witzig einzudeutschen, sondern auch stilistisch völlig zu verändern?

„Diese Songs waren, wie einige andere der Coverversionen, schon Bestandteil eines Liveprogamms. Da zwar noch auf Englisch, aber durchaus schon in dieser musikalischen Darreichungsform. Denn ich habe bereits in einer Trioformation mit zwei ehemaligen Texas Lightning Kollegen gespielt und damit schon die ersten Spuren für das spätere Album gelegt. Vor zwei, drei Jahren haben wir Drei aus Spaß feierabendmäßig angefangen Musik zu machen, nachdem ich längere Zeit versucht hatte, darauf zu verzichten, ohne rechten Erfolg. Insofern gab es die Songs schon. Dann trat vollkommen unerwartet nach einem unserer ersten Auftritte in Kiel Heinz Canibol, der inzwischen mein Plattenfirmen-Chef (AdR.: 105 Music) geworden ist, in die Garderobe. Er hatte sich inkognito ins Konzert eingeschlichen. Er war begeistert von dem was wir machten und meinte, es wäre doch toll, wenn wir das auf Deutsch versuchen würden. Darüber hatte ich noch nie nachgedacht, zumal ich mit dem Trio überhaupt keine Karriereambitionen hatte. Ich wollte eigentlich nur ein bisschen Musik machen. Als Heinz mit dieser Idee um die Ecke kam, hat mich die direkt angesprungen. Danach habe ich geschaut, was wir für Stücke im Repertoire hatten und was man daraus machen kann bzw. was auf Deutsch Spaß machen könnte. Das heißt, könnten sie dadurch noch lustiger werden, als sie sowieso schon sind. Bei den eher Humor orientierten Stücken wie „Karl-Heinz Schmitz“ oder „Deine Mutti“ da lag es nahe, Texte zu schreiben, die sich weit vom Original entfernen und möglichst überraschend oder originell daher kommen. So ist das Album entstanden.“

Was hat Sie denn gereizt, diesmal rein akustisch unterwegs zu sein?

„Es gibt glaube ich nur einen Song wo verbotenerweise eine E-Gitarre mal auftaucht. Die ist aber nur mit Ökostrom eingespielt worden. Sonst ist tatsächlich alles akustisch. Es gibt auch kein Schlagzeug, was schon eine kleine Besonderheit ist. Wir haben eine kleine Stompbox verwendet. Live spiele ich dann so eine Art Fußtrommel, die aber nur aus einem kleinen Holzklotz besteht. Das ist es auch schon, der Rest sind Gitarren und Verwandte.“

Ihre eigenen Texte haben etwas eher Nachdenkliches. War es Ihnen wichtig als Kontrapunkt zu den eher witzigen Sachen?

„Lustigerweise sagen das ganz viele Leute. Aber wenn man es rein mathematisch betrachtet, stimmt das gar nicht. Denn es sind nur fünf eigene Songs auf den Album und neun neu betextete Cover. Von den fünf eigenen, sind zwei durchaus flott und sprachbetont, und drei vielleicht in der eher emotionalen Ebene anzusiedeln.“

Vielleicht fällt es eben gerade deshalb auf.

„Das stimmt. Es war aber keine bewusste Entscheidung, sondern eigentlich war es eher so, als ich die anderen Songs betextet habe, fiel dabei auch immer mal wieder ein eigener Songtext dabei ab. Ich bin ja nicht so eine Art Mario Barth der Akustikmusik, der versucht einen witzigen Song nach dem anderen zu produzieren. Das Ernstere ist eben auch eine weitere Facette und ich bin froh, dass es keine Vorgaben gab. So konnte ich einfach drauflos schreiben. Dabei treten persönlichere oder emotionalere Sachen zutage. Das ist einfach eine andere Seite von mir und ich hoffe auch eine andere Seite des Albums.“

Die künstlerische Freiheit ist offenbar Labelphilosophie von 105 Music.

„Das denke ich auch. Das scheint auch ganz gut zu funktionieren.“

Sie sind in Düsseldorf geboren und demnächst mit Ihrem Album auf Tour. Allerdings nicht in Düsseldorf. Dafür in so einem Vorort mit einer großen Kirche direkt am Rhein. Wie kann das denn passieren?

„Oh, oh, kein Düsseldorf auf dem Tourplan, stattdessen die Hassmetropole Köln. So was passiert, wenn man nicht aufpasst und dem Booking-Partner freie Hand lässt. Da darf man nicht in seiner Geburtsstadt spielen. Fairerweise muss ich sagen, dass ich aber schon im zarten Alter von einem Jahr in den hohen Norden in die Hansestadt befördert wurde, wo die ganze Familie eigentlich herkommt. Deshalb ist meine Düsseldorfer Prägung eher so im marginalen Bereich. Das rheinische Gen, das Karneval heißt, ist mir da irgendwie auch nicht eingepflanzt worden, Da hat der Norddeutsche allgemein wohl nicht so viel mit am Hut. Aber mal Spaß beiseite, ich bin schon recht gern in Düsseldorf. Ich mag auch die manchmal richtig knuffige Kumpeligkeit. Es ist also nicht so, dass ich um meine Geburtsstadt einen Bogen machen würde.“

Warum haben Sie eigentlich damals bei Texas Lightning aufgehört? Die Band war doch sehr erfolgreich.

„Wir waren wirklich enorm erfolgreich und vielleicht würde ich heute da immer noch spielen, wenn es nicht so gewesen wäre. Dieser sehr große kommerzielle Erfolg kam wirklich unerwartet. Wir haben an dem Vorentscheid für den Eurovision Song Contest teilgenommen, weil wir es für eine spaßige Idee hielten. Gerade weil es inhaltlich auch so abwegig war. Vier norddeutsche Hobbycowboys und eine Exil-Australierin versuchen für Deutschland anzutreten bei einem europäischen Gesangswettbewerb. Das ist schon mal eine interessante Mischung. Aber gerade weil es so abwegig war, dachten wir, könnten wir ein Publikum damit erreichen. Denn, wenn wir einen guten Song haben, machen wir auch einen guten Eindruck. Aber natürlich werden das Leute wie Thomas Anders nachhause schaukeln. Dass es dann anders kam, damit hatte keiner gerechnet. Auch damit nicht, dass der Song im Contest eigentlich nur einen mittelmäßigen Platz belegt hat, aber dann in der Heimat zum großen Hit wurde. Die Band und im Besonderen ich als Bandleader, waren darauf einfach nicht vorbereitet.

Künstlerisch waren wir insofern auch nicht darauf vorbereitet, als dass eigene Songs zu schreiben überhaupt gar nicht zu unserem Konzept gehört hatte. Wir hatten Songs gecovert und auf unsere Art und Weise arrangiert. Das war’s. „No, no never“ war der erste eigene Song, der da entstanden ist. Und ich find ihn immer noch klasse. Aber es gab nichts, was wir da hinterher hätten schieben können. Wenn dann so ein großer Hit um die Ecke kommt, steht Kollege Plattenfirma sofort hinter dir, tippt dir auf die Schulter und fragt, wo sind jetzt die nächsten fünf? Und die bitte gern bis gestern abliefern. Das ging einfach nicht. Man kann es sich nicht vorstellen, wenn man nicht selber in so einer Situation ist. Es ist so, als wäre man in eine Art Teilchenbeschleuniger gesteckt worden und einmal ausgeschossen worden.

Wenn vorher ein oder zwei Presseanfragen am Tag kamen, waren es auf einmal 200. Dann kamen haufenweise Mails, die irgendwie beantwortet werden wollten. Das war irgendwann einfach zu viel. Vor allem war es so, dass ich in dieser Zeit darüber eigentlich vergessen habe, was ich eigentlich mal wollte. Ich wusste nicht mehr, was ich mit dieser Band noch erreichen will. Ob ich überhaupt noch Musik machen und in diesem Karussell noch eine weiter Runde mitreisen will.

Tja, so war das. Jetzt kann man natürlich sagen, wenn es diese Band und den großen Erfolg damals nicht gegeben hätte, vielleicht wäre ich in eine ganz ähnliche Situation gekommen, weil sie einen klassischerweise so mit Anfang 40 einfach mal erwischt. Eine Lebenskrise, in der etwas zusammenbricht, von dem man immer gedacht hat, dass es so stabil ist. So ist es mir zumindest gegangen. Dann muss man irgendwann erkennen, dass man nicht mehr am richtigen Ort ist. Das habe ich getan. Es hat einige Zeit gedauert und es hat auch sehr wehgetan. Aber rückblickend war es die richtige Entscheidung, zu sagen, ich will das auch so.“

Sie haben von Ihrem Elternhaus aus grafisch und musikalisch einiges mitbekommen. War da der kreative Weg für Sie schon vorgezeichnet oder gab es auch einen Plan B?

„Nee, ehrlich gesagt, wenn es einen Plan B gab, dann anstelle der Musik wohl etwas Grafisches. Das ist auch gewissermaßen immer nebenher gelaufen während ich Musik gemacht habe. Zeitweilig hat sie die Musik auch von linksaußen überholt und ist zu meinem ‚normalen Tagesjob’ geworden, als selbständiger Grafiker. Deshalb müsste man wohl eher sagen, einen Plan C hat es nie gegeben. So bin ich immer von Insel zu Insel gehüpft und dachte, dieser Sprung ist gut gegangen, mal sehen, wo der nächste hingeht. So mache ich das schon seit 30 Jahren und irgendwie funktioniert’s. Noch! Man weiß ja nicht, wie lange.“

Sie sind erfolgreich unter ganz verschiedenen Pseudonymen wie ‚Ingo’ bei ‚Dittsche’, ‚The Flame’ bei Texas Lightning und auch als Grafiker haben Sie sich einen Nickname zugelegt. Dabei haben Sie gleich drei Namen, die sich doch für einen Künstler anbieten. War es an der Zeit, das endlich einmal nachzuholen?

„Vielleicht musste es erst einmal 49 Jahre dauern. Obwohl, nein, so ganz stimmt das natürlich auch nicht. Denn das Buch habe ich ja schon unter meinem Namen veröffentlicht. Bei Texas Lightning gab es die lustigen Middlenames, die passten einfach zu einem Spaßbetonten Projekt mit Lust an der Verkleidung. Bei ‚Dittsche’ ist es so, dass die Figur des Ingo einfach auch mit diesem Namen sehr präsent sind. Aber den Mensch der sie spielt Gott sei Dank, wie ich sagen muss, eben nicht. Denn ich gehöre da gar nicht hin. Es ist der Ingo, der da hinter dem Tresen steht. Ja, ich weiß es auch nicht so genau. Vielleicht bin ich einfach zu schüchtern. Wobei sich meine Schüchternheit gigantische Schlupflöcher baut, von denen mein bewusstes Ich überhaupt nichts weiß, um noch eine Prise Küchenpsychologie einzustreuen. All das halte ich durchaus für möglich. Es ist ja so, jeder der so eine Rampensau in sich trägt, der hat auch eine andere Seite. Das ist bei mir auch nicht anders.“

Da stelle ich mir das ohne Skript arbeiten, wie bei ‚Dittsche’ schon sehr anstrengend vor.

„Überhaupt nicht. Tatsächlich ist das sogar die unanstrengendste Sache der Welt. Das könnte ich glatt fünf Abende in der Woche machen.“

Tatsächlich?

„Ich hätte da überhaupt kein Problem damit. Nee, ich hab natürlich am Anfang schon Blut und Wasser geschwitzt. Aber das hat parabelartig abgenommen. Von Sendung eins nach zwei war es ein Quantensprung und ab Sendung vier, wurde es schon so langsam gemütlich und in der fünften, dachte ich, so langsam hast du Betriebstemperatur. Inzwischen haben wir 180 hinter uns. Das ist einfach so entspannt und so selbstverständlich, begleitet von so einer Sicherheit, dass man so viele Sendungen hinter sich gebracht hat, ohne negativ aufzufallen. Ich habe da gar keine Angst. Vor allem nicht, weil ich in diesen 30 Minuten, was diese Rolle betrifft, einfach so fest im Sattel sitze und lange schon weiß, wer Ingo ist. Was der so macht, und was der nicht macht, wie er reagiert und redet. Da schlüpfe ich so rein und das gibt mir Sicherheit. Für Olli wird das sicher nicht anders sein.“

Sie hatten schon richtig tolle Gäste in der Frittenschmiede. Ist Ihnen jemand besonders in Erinnerung geblieben?

„Ich habe sehr viele schöne Erinnerungen. Uwe Seeler war ein sehr lustiger Gast. Es war natürlich toll Rudi Carrell da zu haben. Er ist der Quizmaster meiner Kindheit mit ‚Am laufenden Band’. Das haben wir immer mit der ganzen Familie angesehen, das war immer ein Highlight. Vladimir Klitschko war auch so ein Highlight. Weil der so unglaublich nett war und so begeistert von dem was wir da machen. Ein sehr sympathischer Mensch. Es war sehr, sehr lustig die Scorpions im Laden zu haben. Die mit kleinen Holzgitarren und so einer winzigen Diskokugel ‚Wind of Change’ gesungen haben. Das zeigt auch, dass sie mit sehr großen Humor unterwegs sind.“

Sie stehen inzwischen zehn Jahre hinter dem Imbisstresen und sind auch noch durch die Frittenbuden der Republik gezogen für Ihr Buch „In 16 Tagen um die Wurst“. Können sie Currywurst mit Pommes überhaupt noch sehen?

„Ich war einen Monat für die Recherche unterwegs. 16 Buden sind im Buch, für jedes Bundesland eine. Ungefair 20 habe ich im Verlauf dieser Reise besucht. Weil ich sicherheitshalber ein paar Dubletten dabei haben wollte. Das war, sagen wir mal vor allem geruchsmäßig eine Herausforderung. Ich war zwar schon vorher kein großer Freund des Frittenfetts, aber danach bin ich auch keiner mehr geworden. Eine Bratwurst ist mir da grundsätzlich noch näher. Aber ich war vorher auch kein großer Imbissgeher. Das war einer von vielen Gründen, das Buch zu machen. Denn das ist schon eine spannende Welt für mich. Ich bin in so einem Bildungsbürgerhaushalt groß geworden. Meine Mutter hat jeden Mittag gekocht und war da stolz drauf. Das kam auf den Tisch und wurde gegessen. Irgendwo in einer Bude was holen, wäre nie in Frage gekommen. Denn warum? Das kostet extra Geld und das tut man nicht. Die Familie sitzt am Tisch und isst gemeinsam. So wäre uns das gar nicht in den Sinn gekommen.

Es gab zwar einen kleinen Imbiss bei uns in der Nähe. Da haben wir uns als kleine Jungs eine Portion Pommes geteilt nach dem Bolzen. Ich weiß noch, dass es aufregend war. Weil man da Männer mit einer Bierflasche in der Hand sah, die da rumhingen. Und da stand man als kleiner Junge daneben und haute seine Pommes weg. Insofern habe ich mich mit großer Verspätung dann aufgemacht, um die Arbeitsbedingungen und die Menschen, die das machen, kennen zu lernen. Das waren vier spannende, lustige, skurrile, aber durchaus auch intime und emotional ergreifende Momente, die ich da erlebt habe.“

Sie sind Grafiker, machen Musik, haben ein Buch geschrieben, machen Fernsehen. Ist es so, dass Sie gern mehrere Eisen im Feuer haben oder ist das eher so eine eins nach dem anderen Geschichte?

„Ich bin eigentlich schon eher so ein bisschen monothematisch veranlagt. Ich kann nicht so gut mit mehreren Sachen gleichzeitig jonglieren. Was immer nebenbei läuft ist „Dittsche“, weil es mich gar nicht so angreift. Ich bin da wirklich nur für diese halbe Stunde gefragt. Das erfordert keine große Anstrengung. Ansonsten versuche ich schon die Sachen hintereinander zu machen. Wobei ich mich durchaus die nächsten 30 Jahre allein mit Musik beschäftigen könnte. Das ist eigentlich das Ziel. Denn ich würde schon gerne mal nicht mehr nur von Insel zu Insel springen, sondern einfach einmal ein Stück Reisen.“

Aber Sie können das doch alles wunderbar miteinander kombinieren. Zum Beispiel das Cover Ihres Albums selbst gestalten oder so.

„Das habe ich auch getan. Das ist wunderbar und auch kein Problem. Aber auch das findet nacheinander statt. Gott sei Dank. Das sind ja auch verschiedene Phasen. Erst das Schreiben, dann Arrangieren, proben mit den Kollegen, einspielen im Studio, abmischen und fertig stellen, dann die Verpackung. Schritte, die ganz unterschiedliche Anforderungen an einen stellen. Aber glücklicherweise kommen die einer nach dem anderen.“

Das Interview führte Claudia Hötzendorfer

Hörtipp

  • Jon Flemming Olsen
  • Immer wieder weiter (105 Music)

Buchtipp

  • Jon Flemming Olsen
  • In 16 Tagen um die Wurst – eine Liebeserklärung an die deutsche Imbisskultur (Goldmann 2012, 288 S., € 8,99)

Jon Flemming Olsen live: „Immer wieder weiter Tour“ 2014

01.04.2014
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© Claudia Hötzendorfer 2014 – Silent Tongue Productions

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